Zunächst ein paar wichtige Grundlagen:

Bei einer Online Anwendung (Web App), die daran zu erkennen ist, dass sie im Browser aufgerufen wird, passiert alles auf den Servern des Anbieters. Alle Operationen, die ihr auf eurem Gerät anstoßt, werden zunächst durch das Internet auf einen Server (das ist auch nichts anderes als ein Computer) übertragen. Und die Antwort des Servers wird über das Internet zurück übertragen auf euer Gerät. Was ihr bei einer Online App in der Hand haltet, ist nur noch ein Anzeigegerät. Bildlich ausgedrückt entspricht das grob der Vorstellung, bei euch stehen nur noch Monitor, Tastatur und Maus, euer PC steht aber ganz woanders.

Das hat Konsequenzen. Denn alle Daten von euch, das Passwort , um sich in der Anwendung einzuloggen, alle Befehle, die ihr dem Programm gebt und alle Daten, die ihr eingebt oder verarbeitet, müssen durch das Internet geschickt werden. Und alle Daten werden auf der Festplatte des fernen Computers in der gleichen Weise abgespeichert, als wenn das Gerät bei euch zuhause stände. Natürlich muss der Server auch euer Passwort kennen und überprüfen können, bevor er die Anwendung für euch als autorisierten Nutzer freigibt.

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Als erstes kommt mir jetzt witzigerweise ein Spruch in den Sinn, wie ich ihn oft sinngemäß in letzter Zeit gelesen habe: "Wir haben har daran gearbeitet, die Nutzererfahrung mit derplaan weiter zu verbessern." Wie sich dieser Plastiksprech im Kopf festsetzt, ist einigermaßen verblüffend.

Ich möchte der Welt etwas zeigen, auf das ich stolz bin, allein schon wegen des langen Durchhaltens, aber auch, weil ich einiges wirklich gelungen finde. Ich weiß, dass im Grunde noch niemand Notiz genommen hat von unserem Werk. Und das will ich nun ändern. "Wir haben hart...." Ok, weg damit.

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Auf der Website zu der App derplaan habe ich ja schon einiges dazu geschrieben, wie es dazu kam, dass ich mit der Entwicklung dieser App begonnen habe.

Ich arbeite als freier Psychotherapeut und Coach, das heißt ich arbeite kalenderbasiert, aber ohne Anbindung an das Gesundheitssystem. In meinem Kalender stehen alle regelmäßigen und alle unregelmäßigen Termine mit meinen Klienten. Ich habe unterschiedliche Honorarsätze pro Stunde und die Sitzungen sind auch unterschiedlich lang. Und mehr Daten (Kontaktdaten Klient, Leistungsart, Honorarsatz und Dauer der Sitzung) braucht es auch gar nicht, um einem Klienten eine Rechnung auszustellen.

1998 habe ich meine erste Website gebaut. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch recht selbstverständlich all diese Schritte für die Erstellung einer Rechnung von Hand ausgeführt. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals auch noch gar keinen elektronischen Kalender verwendet. Beides war in meinem Falle sehr fehleranfällig. Zu meinem kalender wurde dann irgendwann das Lightning Addon das E-Mail Programm Thunderbird. Nun waren endlich beliebige Serien miteinander kombinierbar, ohne dass es immer wieder zu Kollisionen kam.

Ich weiß auch nicht mehr, wann ich eigentlich das erste Mal nach einem Programm Ausschau gehalten habe, dass die wiederkehrenden Schritte bei der Rechnungserstellung automatisiert. Es gab damals und gibt auch heute natürlich jede Menge Programme zur Praxisverwaltung. Einige sind unansehnlich, einige sind sehr kompliziert zu bedienen, einige sind sogar beides, etliche sind für mich schlicht over featured. Und zumeist sind sie auch noch ziemlich teuer gewesen. Aber ich hatte und habe lange Zeit keines gefunden, das einfach schlank nach jeder Sitzung die hinzugekommene Leistung automatisch in eine Rechnungsvorlage einträgt.