Browser wie Firefox oder Chrome haben einen Offline-Modus für Webseiten. Dieser wird beim Firefox über den Eintrag "Offline arbeiten" im DATEI-Menu ein- und ausgeschaltet. Ist eine Webseite vollständig geladen, und das ist bei unserer WebApp kumppani immer der Fall nach der Authentifizierung - einschließlich aller Praxisdaten -, kann in dieser Webseite offline gearbeitet werden.

Am 4. Mai 2021 las ich bei golem eine interessante Meldung zur Frage der Stabilität von Internetverbindungen in Deutschland. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte beklagen ungefähr ein Drittel der Befragten mindestens einmal im Monat Probleme mit der Internetverbindung. Auch die Yougov-Umfrage im Auftrag von Check24 kam zu dem Ergebnis, dass ca. 61% der Befragten mindestens einmal im Monat wegen Störungen in der Internetverbindung (Abbrüche, Verlangsamung) Probleme mit Homeoffice und -schooling hatten.

Wir haben uns zum Testen unserer Online Praxisverwaltung kumppani kürzlich auch ein iPad Air 2020 gekauft. (Am Rande: Wir durften aufatmen, weil unsere App auch im Safari-Browser problemlos funktioniert.)

Und jetzt jüngst kam das Update auf iOS 14.5. Bei Heise News las ich, dass nun die Fähigkeit in iOS eingebaut ist, in jedes Textfeld mit dem Stift etwas handschriftlich hineinschreiben zu können, was dann vom System automatisch in die digitale Form umgewandelt wird.

Seit ein paar Wochen ist der Prototyp der Online Praxisverwaltung kumppani online. Ich habe davon berichtet. Und die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sie stabil funktioniert.

Das hat uns optimistisch gestimmt hinsichtlich der Frage, wann die Open Beta beginnen kann. Seit gestern läuft unser langer Sprint bis zum 1. Juli. Bis dahin wollen wir die Kernfeatures Offline-Fähigkeit und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einbauen. Und auch noch paar andere Sachen. Lasst euch überraschen. Dann beginnt die lang ersehnte Open Beta Phase, in der jede:r dabei mitmachen kann, die App im Praxis-Alltag einzusetzen. Völlige Bug-Freiheit können wir nicht garantieren, aber die Daten sind von da an auf jeden Fall sicher und von uns behütet.

Schaut wieder vorbei oder lasst euch eine Nachricht schicken: Ja, informiert mich!

Zunächst ein paar wichtige Grundlagen:

Bei einer Online Anwendung (Web App), die daran zu erkennen ist, dass sie im Browser aufgerufen wird, passiert alles auf den Servern des Anbieters. Alle Operationen, die ihr auf eurem Gerät anstoßt, werden zunächst durch das Internet auf einen Server (das ist auch nichts anderes als ein Computer) übertragen. Und die Antwort des Servers wird über das Internet zurück übertragen auf euer Gerät. Was ihr bei einer Online App in der Hand haltet, ist nur noch ein Anzeigegerät. Bildlich ausgedrückt entspricht das grob der Vorstellung, bei euch stehen nur noch Monitor, Tastatur und Maus, euer PC steht aber ganz woanders.

Das hat Konsequenzen. Denn alle Daten von euch, das Passwort , um sich in der Anwendung einzuloggen, alle Befehle, die ihr dem Programm gebt und alle Daten, die ihr eingebt oder verarbeitet, müssen durch das Internet geschickt werden. Und alle Daten werden auf der Festplatte des fernen Computers in der gleichen Weise abgespeichert, als wenn das Gerät bei euch zuhause stände. Natürlich muss der Server auch euer Passwort kennen und überprüfen können, bevor er die Anwendung für euch als autorisierten Nutzer freigibt.